Ich vermute, dass die 512KB Speichererweiterungskarte wegen der defekten Batterie nicht erkannt wird. Die TK hat ja 1MB, der als Fastram im 68020 Modus eingebunden wird. Und Chip-Ram 1MB kommt ja durch den Agnus.
Keiner der anderen Chips des Amiga-Chipsatzes verfügt über DMA-Kanäle oder Adressgeneratoren. Alle Speicherzugriffe laufen deshalb zentral über Agnus und werden von ihm kontrolliert und koordiniert. Insgesamt hat Agnus 25 DMA-Kanäle, über die 25 verschiedene Geräte ohne Beihilfe der CPU Daten in den Speicher schreiben oder aus ihm lesen können. Zu diesen von Agnus aus dem Chip-RAM geholten und von Denise dargestellten Video-Daten gehören neben den Pixel-Daten Paletten- und Sprite-Daten sowie die Copperlisten. Die Daten von BOBs werden zwar auch von Agnus per DMA geholt, aber dann mit dem in Agnus integrierten Blitter direkt an die darzustellende Position innerhalb des Videospeichers im Chip-RAM kopiert.
Agnus holt zum einen die Video- und Sound-Daten aus dem Chip-RAM und kann zum anderen auch Daten innerhalb des Chip-RAMs umkopieren und dabei auch verarbeiten (blitten), kann aber auch Daten generieren, nämlich beim Linienzeichnen und Flächenfüllen mit dem Blitter.
Die Urversion des Agnus kann 512 KB Chip-RAM adressieren (OCS). Sie wurde im DIP-Gehäuse gefertigt und nur im Amiga 1000 und im Amiga 2000 mit A-Board eingesetzt. Die Nachfolgemodelle Amiga 500 und Amiga 2000 mit B-Board verfügen bereits über einen PLCC-Sockel für den aufgrund dieser Gehäuseform so genannten Fat Agnus (siehe unten bei PLCC-Versionen). Der Fat Agnus erschien in verschiedenen Varianten für unterschiedliche Chip-RAM-Größen mit abweichendem Funktionsumfang (OCS/ECS). Für die ECS-Versionen des Fat Agnus kursieren zusätzlich nicht vom Hersteller geprägte und daher uneinheitlich verwendete Ausdrücke wie Big Agnus, Super Agnus oder die Kombination dieser.
Der Alice-Chip ist die Weiterentwicklung des Fat Agnus für den AGA(AA)-Chipsatz. Alice wurde auf Basis des A3000-Agnus neu entwickelt und speziell auf die neueren CPUs (ab MC68020) zugeschnitten. Weil bei diesen Prozessoren der Bus 32 Bit breit ist, konnten einige Signale zusammengefasst bzw. entfernt werden. Damit konnten 2 MB Chip-RAM verwendet werden. Alice kann allerdings nicht in alte Amigas eingebaut werden. Er ist nur für die Amigas mit AGA(AA)-Chipsatz entwickelt worden und wird im Amiga 1200, Amiga 4000-Modellen und im CD³² verwende
Der Fat Agnus hat kein integriertes RAM (in deinem Fall 1MB) er kann lediglich 1MB RAM als Chip-Ram adressieren. Das ist auch schon alles. Daher wird deine 512Kb Speichererweiterung als zusätzliches Chip-Ram eingebunden.
Ich hoffe, ich konnte helfen!
EDIT:
Kannst du übrigens ganz leicht testen, indem du die Speichererweiterung mal raus nimmst und mit der 68010 CPU bootest. Dann sollten nur noch 512Kb Chip-Ram zur Verfügung stehen.
Glaub ich nicht, dass das wegen der defekten Uhr so ist. Da wird ja nur die Zeit im ausgeschaltenen Zustand gespeichert.
Wenn das kein 500+ ist, hat der doch eigentlich nur 512Kb Chipram!? Konnte man das nur durch den Tausch des Agnus-Chips (Fat Agnus) ohne weiteres erhöhen?
Sorry, ist einfach schon lange her, das ich mich damit beschäftigt habe.
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