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KaloCube 07.07.2016 15:50

Elektromobilität
 
Das wir ja schon öfter in der Chatbox über Elektromobilität gesprochen haben, eröffne ich 'mal einen Thread zum Thema.

Wir können hier über Elektroautos (BEV), Plug-In Hybriden (PHEV), aber auch über Elektroroller-, -motorräder, -fahrräder (Pedelec) und meinetwegen auch über Segways und was es sonst noch so gibt diskutieren... ;)

Eigentlich musste mikrolinux als Fahrer einer Renault ZOE ja hier den ersten längeren Beitrag schreiben, 'mal sehen, ob er das macht!

***

Ich selbst beschäftige mich seit Ende des letzten Jahres intensiv mit BEVs, da die fossilen Brennstoffe endlich sind und BEVs selbst mit dem deutschen Strommix über den Lebenszyklus (Bau, Betrieb und Entsorgung) umweltfreundlicher sind als ein Verbrenner! Eine Nutzung von Ökostrom macht das BEV natürlich noch deutlich umweltfreundlicher!

Gemäß einer Berechnung der Nationalen Plattform Elektromobilität sind der höhere Energieaufwand bei der Erzeugung des Akkus sowie dessen Entsorgung bereits nach 30.000 km (Ökostrom) bzw. 100.000 km (deutscher Strommix) kompensiert. Das durchschnittliche Auto in Deutschland legt in seiner Lebensdauer übrigens mehr als 200.000 km zurück!

Ich lese (fast) täglich diverse Elektroautoportale (beispielsweise ecomento, electrek, electrive.net, Saving-Volt, Teslamag und Teslarati) und bin in den Foren GoingElectric und TFF unterwegs! :jaja:

Praktische Erfahrungen mit einem BEV habe ich bisher nur bei einer rund 40 km langen Probefahrt mit einem Tesla Modell S sammeln können, die mir sehr gut gefallen hat! Da der Leasingvertrag meines Firmenwagens Anfang September auslaeuft, werde ich dann in den Kreis der BEV-Fahrer wechseln und werde dann auch hier über meine Erfahrungen berichten! Ich werde mit dem BEV am Projekt ePowered Fleets Hamburg teilnehmen, welches zu den vom BMUB geförderten Projekten gehört!:jaja:

Ich selbst werde mindestens 50% selbsterzeugten Ökostrom aus Wasserkraft laden! Aktuelle erwarte ich einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 21 kWh/100 Km, so daß ich auf unter 60 g CO2 / km kommen sollte! Aktuell fahre ich einen 4-Zylinder Diesel und komme aufgrund vieler Kurzstreckenfahrten auf einen selbst errechneten Durschnittsverbrauch von 7,39 Liter / 100 km, was 195 g CO2 /km entspricht! :hamma:

***

Interessant zum Thema finde ich auch den Artikel von Golem.de über die Elektromobilität früher: Im Jahre 1896 (!) waren in New York 90 % der Taxis Elektroautos! :pray:

http://scr3.golem.de/screenshots/160...,_1900_(2).jpg

***

Erstes Fazit: Das Elektroauto alleine ist sicherlich nicht der Heilsbringer, die Kombination mit anderen Antriebsquellen (Fuel Cell etc.) wird es bringen, sauberer als ein Verbrenner ist es aber in jedem Fall! :jaja:

Acid Burn 07.07.2016 16:44

Thema erledigt.

Kommen wir nun zu einem anderen Thema:

"Die Sexualität der Eintagsfliege."

Schon Grzimek sagte ...







:jaja: Ne - wirklich gutes und zeitgemäßes Thema Kalo. Finde den Twizy total :cool: Was fehlt, ist eine wasserdichte Seitentür und ein Radius von mehren hundert km! Mindestens 200 km sollte er bringen, dann wäre es das beste Auto für die Fahrt zur Arbeit...

http://automobilio.info/auto/Renault-Twizy.jpg

KaloCube 07.07.2016 16:58

Zitat:

Zitat von Acid Burn (Beitrag 43989)
:jaja: Ne - wirklich gutes und zeitgemäßes Thema Kalo. Finde den Twizy total :cool:

Finde ich auch, zeitgemäß und total faszinierend (ich klinge schon wie Mr. Spock)! :crack:

Zitat:

Zitat von Acid Burn (Beitrag 43989)
Was fehlt, ist eine wasserdichte Seitentür und ein Radius von mehren hundert km! Mindestens 200 km sollte er bringen, dann wäre es das beste Auto für die Fahrt zur Arbeit...

... dafür wäre erst 'mal ein größerer Akku notwendig, aktuell sind es nur 6,5 (!) kWh! :hamma:

Der Twizy ist total :cool:, aber eben auch nur ein 'überdachtes' Quad... ;)

Es gibt bei GoingElectric einige Nutzer, die damit im Sommer weniger als 10 kWh auf 100 km verbrauchen, keine Ahnung, ob sie es auch im Winter nutzen... :kopfkratz:

***

Für meine :nana: mit einem Arbeitsweg von 114 km (davon 100 km Autobahn) am Tag sind wir auch auf der Suche nach einem BEV. Ein gebrauchter BMW i3 mit kleinem Akku, wird es nicht werden, da dieser bei Minusgraden die Rückfahrt wohl nicht schaffen würde! Der i3 mit großem Akku ist uns neu (noch) zu teuer, vielleicht kaufen wir ihn nächstes Jahr als Jahreswagen oder es wird doch ein Opel Ampere-e (Chevrolet Bolt-Klone)! ;)

guilmi 07.07.2016 18:25

Zitat:

Zitat von KaloCube (Beitrag 43988)
da die fossilen Brennstoffe endlich sind

Ressourcen zum Herstellen von Akkus leider auch.

Zitat:

Das durchschnittliche Auto in Deutschland legt in seiner Lebensdauer übrigens mehr als 200.000 km zurück!
Und der durchschnittliche Akku packt 200000 km? Leider eher nicht.


Zitat:

Probefahrt mit einem Tesla Modell S sammeln können, die mir sehr gut gefallen hat!
Allerdings, die Kiste ist schon nicht schlecht. Fährt sich komfortabel und die Beschleunigung ist toll, dank quasi sofort voll anliegendem Drehmoment.

Sogar die Reichweite ist mehr als akzeptabel.


Zitat:

Ich selbst werde mindestens 50% selbsterzeugten Ökostrom aus Wasserkraft laden!
"Selbst erzeugt" meint bei dir?

KaloCube 07.07.2016 19:06

Zitat:

Zitat von guilmant (Beitrag 43991)
Ressourcen zum Herstellen von Akkus leider auch.

Klar, auch ein BEV ist kein Perpetuum Mobile, laut KBA gabe es am 01.01.2016 41,5 Mio PKW in Deutschland, bis die alle durch alternative Antriebe (BEV, Fuel-Cuel (FCV) (und Antriebe, die wir heute noch nicht kennen) ersetzt werden, wird es Jahrzente dauern! ;)

Die Batterietechnik wird in 5-10 Jahren vermutlich ganz anders aussehen als heute, da werden die Ressourcen und Reserven sicherlich eine Rolle neben der technischen Machbarkeit spielen!

Zitat:

Zitat von guilmant (Beitrag 43991)
Und der durchschnittliche Akku packt 200000 km? Leider eher nicht.

Grundsätzlich ist es wie beim Smartphone, wenn die Kapazität unter 80% fällt, wird der Akku in der Garantiezeit getauscht. Die defekten Zellen werden ersetzt und der Akku landet dann in stationären Batteriehausspeichern, nur ein kleiner Teil muss bereits hier recycelt werden. Nur zu Info: Ein Tesla mit einem 85 kWh Akku besteht aus 7.104 kleinen Akkus, die in etwa die Größe einer AA-Batterie haben.

Natürlich gibt es einige wenige, die Pech hatten, im TFF-Forum gibt es aber einige mit über 140.000 km und erstem Akku! BMW geht beim i3 übrigens von mindestens 160.000 km Lebensdauer aus! Um umweltfreundlicher als ein Verbrenner zu sein, reicht also bereits die bisherige Akkutechnik aus! Wir sind uns wohl einig, daß gerade die Akkutechnik das größte Verbesserungspotential für die Zukunft bietet, d.h. es wird noch besser als der Status Quo.

Zitat:

Zitat von guilmant (Beitrag 43991)
Allerdings, die Kiste ist schon nicht schlecht. Fährt sich komfortabel und die Beschleunigung ist toll, dank quasi sofort voll anliegendem Drehmoment.

Das trifft auf alle BEV zu, wenn man sie mit ähnlich starken Verbrennern vergleicht...

Zitat:

Zitat von guilmant (Beitrag 43991)
Sogar die Reichweite ist mehr als akzeptabel.

... das ist noch ein Privileg von Tesla, wird aber nächstes Jahr mit Chrevrolet Bolt/Opel Amera-e und größeren Akkus, beispielsweise beim Nissan Leaf, schon deutlich besser werden!

Zitat:

Zitat von guilmant (Beitrag 43991)
"Selbst erzeugt" meint bei dir?

Das kommt davon, wenn man so einen langen Text schreibt, ich wollte es eigentlich in Klammern erwähnt haben... :hamma:

Unser kleines Familienunternehmen ist eine ehemalige Wassermühle und wir haben eine Turbine mit der wir im Schnitt ca. 40.000 bis 45.000 kWh Strom per annum selbst erzeugen! In den letzten 10 Tagen haben durch viel Regen sogar über 2.300 kWh Strom erzeugt! Ich möchte vorzugsweise am Wochenende laden, dann haben wir nur eine (geringe) Grundlast, der Rest des Stromes fließt bisher unentgeltlich ins öffentliche Netz. Je nach Wasserstand erzeugen wir 8-10 kWh pro Stunde bei Niedrigwasser und 24 kWh pro Stunde bei Regen! Da ich nur mit 11 kW (16A) laden möchte, wird selbst bei Niedrigwasser mindestens 50% Ökostrom sein, an Regentagen sicherlich 100%, trotzdem plane ich erst einmal nur mit 50% Ökostromanteil in meiner CO2 Rechnung! ;)

Acid Burn 07.07.2016 19:15

@Kalo: ist der BMW i3 nicht ein Hybrid? Ich meine, der hat doch einen kleinen Diesel zustzlich drin oder?

Toyota hat brigens den ersten serienreifen Wagen mit Wasserstoff-Antrieb auf den Markt gebracht. BMW hat da ja leider die Entwicklung eingestellt.

KaloCube 07.07.2016 20:02

Zitat:

Zitat von Acid Burn (Beitrag 43993)
@Kalo: ist der BMW i3 nicht ein Hybrid? Ich meine, der hat doch einen kleinen Diesel zustzlich drin oder? eingestellt.

Die Masse der i3 auf den Strassen sind reine BEV. Es gibt aber gegen ca. € 5.000,- Aufpreis, einen Reichweitenverlängerer in Form eines 2-Zylinder-Motorrad-Ottomotores. Dies wird gerne als i3 REX bezeichnet, ein Hybrid ist es nicht! Ein Hybrid treibt mit dem Verbennungs- und Elektromotor mindestens eine Achse an (kann auch die gleiche sein), der i3 REX erzeugt hingegen mit seinem 25 kW Verbrenner Strom mit dem der Akku geladen wird, der i3 fährt somit immer rein elektrisch! :jaja:

Dieses Patent taugt aber nur zur Reichweitenverlängerung, da es einen niedrigen Wirkungsgrad hat! Tests mit leeren Akku und gefülltem Benzintank haben einen hochgerechneten Benzinverbrauch von bis zu 9 Liter auf 100 km im reinen REX-Betrieb ergeben... :hamma:

Der Sportwagen BMW i8 ist ein Hybrid, soll aber demnächst auch als BEV kommen.

Zitat:

Zitat von Acid Burn (Beitrag 43993)
Toyota hat brigens den ersten serienreifen Wagen mit Wasserstoff-Antrieb auf den Markt gebracht. BMW hat da ja leider die Entwicklung eingestellt.

Jein, momentan gibt es den Toyota Mirai (in D ca. € 78.000,-) und in anderen Ländern und demnächst auch in D gibt es den Hyundai ix35 auch als Fuel Cell.

Wie ich in der ChatBox geschrieben hatte, war ich in der letzten Woche im Innovations Campus der Handelskammer Hamburg zur Podiumsdiskussion "Batterie und Wasserstoff - Gegensatz oder Ergänzung?" Eingeladen hatte die Wasserstoffgesellschaft Hamburg, die gerade 20jähriges Bestehen feiert. Hier waren auch jeweils ein hochranigier Vertreter von Toyota und BMW anwesend, neben Stromnetz Hamburg, Shell und Siemens, modiert wurde es von einem ARD Wissenschaftsmoderator.

BMW hat Wasserstoff in Verbennungsmotoren eingesetzt, während alle anderen Wasserstoff in Strom umwandeln, einen (kleinen) Akku damit laden und dann elektrisch fahren! Dieses Konzept hatte Schadstoffe an der 4. Nachkommasstelle erzeugt, Kalifornien hat es damit aber als Zero Emission Fahrzeug abgelehnt und BMW hat das Konzept eingestellt.

Seitdem kooperiert BMW mit Toyota und bezieht die Brennstoffzelle von Toyota, baut die Peripherie aber selbst! Zum Erscheinungsjahr des BMW FCV Serienmodells wollte der BMW-Mann, trotz mehrfacher Nachfrage, aber Nichts sagen... :hamma:

Acid Burn 07.07.2016 20:07

Ich hatte mal vor Jahren einen Bericht gelesen, dass es in Hamburg (oder Umgebung) eine Werkstatt gibt (gab?), die hatten aus Serienfahrzeugen reine E-Autos (um)gebaut. Sogar das Getriebe wurde erhalten, man hat das Auto wie einen Verbrenner gefahren. Die Reichweite war nicht besser / schlechter als bei Autos, die als E-Autos produziert wurden.

KaloCube 07.07.2016 20:17

Zitat:

Zitat von Acid Burn (Beitrag 43995)
Ich hatte mal vor Jahren einen Bericht gelesen, dass es in Hamburg (oder Umgebung) eine Werkstatt gibt (gab?), die hatten aus Serienfahrzeugen reine E-Autos (um)gebaut.

Muss ich 'mal recherchieren, bisher fällt mir auch zum Umbau nur die Fa. Kreisel aus Österreich ein, um die es fast schon einen so großen Hype wie um Tesla gibt!

Zitat:

Zitat von Acid Burn (Beitrag 43995)
Sogar das Getriebe wurde erhalten, man hat das Auto wie einen Verbrenner gefahren. Die Reichweite war nicht besser / schlechter als bei Autos, die als E-Autos produziert wurden.

Das Getriebe macht aber (wenn überhaupt) nur beim Umbau Sinn, es ist beim einem reinen BEV aufgrund des Drehmoment des Motors absolut unnötig, man hätte nur ein zusätzliches teures und wartungsintensives Bauteil im Fahrzeug! :jaja:

steffensam 07.07.2016 22:07

Mein Onkel hatte schon vor ca. 30 Jahren ein E-Auto.
Model??
Es war klein , quadratisch , gelb-schwarz und hatte 10-12 dicke Bleibatterien unterm Bodenblech.
Das Auto schaffte immerhin 40 km Reichweite.
An die Geschwindigkeit kann ich mich nicht mehr so recht erinnern.
Für den Strassenverkehr zugelassen war das gute Ding.


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